Premiere
07. März 2025

Dauer
120 Minuten + 20 Min. Pause

Altersempfehlung
ab 12 Jahren

8 extravagante Frauenfiguren, eine abgelegene Villa, ein wendungreicher Plot 

8 extravagante Frauenfiguren, eine abgelegene Villa, ein wendungreicher Plot und pointierte Showeinlagen sind die Zutaten für diesen außergewöhnlichen Krimi von Robert Thomas.

Fast schon traditionell steht am Anfang eines neuen Spieljahres ein Krimi auf dem Spielplan des TiC-Theaters: Die Kriminalkomödie „Die 8 Frauen“ des französischen Autors Robert Thomas ist beinahe schon ein Klassiker des Genres und vereint kriminalistische Spannung und einen wendungsreichen Plot mit dem komödiantischem Witz der eigenwillig-sympathischen Frauen-Figuren. Seit der berühmten Verfilmung aus dem Jahr 2002 mit dem Who-is-who des französische Kinos sind die in die Handlung eingefügten musikalischen Einlagen ein weiteres Glanzlicht dieses außergewöhnlichen Krimis, der am Ende mit einer genialen letzen Pointe verblüfft. Eine hinreißende Mischung aus Kriminalstück, Komödie, Familiendrama und Showeinlagen und ein Fest für 8 Schauspielerinnen.

Das schreibt die Presse zu "Die 8 Frauen"

Westdeutsche Zeitung

„Die 8 Frauen“ begeistern im Wuppertaler TiC-Theater

„Die 8 Frauen“ ist für das weibliche TiC-Ensemble ein großes Fest, und am Freitag feierten die Premierengäste im ausverkauften Saal an der Borner Straße kräftig mit. Die Schauspielerinnen badeten im rauschenden Applaus, der schier nicht enden wollte. Zu verführerisch sind die Zutaten, aus denen die Kriminalkomödie des Franzosen Robert Thomas gemacht ist – eine Melange aus Rätselspannung, makabrem Humor und viel Gefühl. Dank der Gesangsnummern, die Regisseur Ralf Budde dem Stück hinzugefügt hat, konnte zudem jede als Sängerin glänzen. Ein verschneites Landhaus, ein toter Hausherr und acht extravagante Damen – daraus entwickelt sich der Krimi-Plot, den man auch aus François Ozons hochkarätig besetzter Verfilmung von 2002 kennt. Buddes Inszenierung bringt bekannte Gesichter von Sabine Henke bis Monika Owart mit Nachwuchstalenten wie Lina Bonrath („Das perfekte Geheimnis“) zusammen. Das altersgemischte Ensemble fasziniert mit dem doppelten Spiel, das auf der TiC-Bühne getrieben wird. Denn schnell wird klar: Der Mörder ist in jedem Fall eine Mörderin. Keine Protagonistin hat ein wasserdichtes Alibi, alle haben ein Motiv und jede verstrickt sich mehr und mehr in einem Netz aus Lügen. Zwischen Staunen und Lachen schwankt der Zuschauer, wenn die acht Frauen ihre Masken fallen lassen. Hinter der „anständigen“ Fassade kommen mühsam unterdrückte Leidenschaften und geplatzte Lebensträume zum Vorschein. Dass die Damenriege sich am Ende zusammenrauft und den Fall ohne die Hilfe eines (männlichen) Ermittlers löst, ist nicht der einzige Clou der wendungsreichen Geschichte. Den größten Reiz machen die gegensätzlichen Charaktere aus. Während Hausherrin Gaby Konflikte zu vermeiden sucht (souverän und charmant: Elisabeth Hummerich), gibt sich ihre Schwester spröde bis kratzbürstig. Nur zwischendurch lässt Darstellerin Sabine Henke die heimliche Romantikerin aufblitzen. Ihre Mutter (liebenswürdig: Barbara Güldenring) kommt als Streitschlichterin kaum hinterher. Starke Frauencharaktere und überraschende Wendungen Als Gegensatzpaar sind auch Gabys Töchter angelegt: Da ist die brave Ältere (idealistisch: Nelly Haller) und die Jüngere, deren kriminalistischer Ehrgeiz vor nichts und niemandem Halt macht (wunderbar rebellisch: Lina Bonrath). Auch das Personal probt den Aufstand. Das Zimmermädchen (eine echte Diva: Róisín Micke) übernimmt gern die Posen der Hausherrin, und es bleibt der Köchin (empathisch: Beril Erogullari) überlassen, die anderen Figuren zurück auf den Boden der Tatsachen zu holen.

Cronenberger Woche

Mehr als ein Krimi: Standing ovations für „Die 8 Frauen“ im TiC

Fast schon traditionell steht zum Anfang eines Spieljahres im TiC-Theater ein Krimi auf dem Spielplan – so auch in diesem Jahr. Am 7. März feierte die französische Kriminalkomödie „Die 8 Frauen“ Erstaufführung an der Borner Straße 1. Wie der Titel des Theaterstückes schon andeutet: in rein weiblicher Besetzung – sehr passend zum Weltfrauentag am folgenden Tag, dem 8. März…! Das Stück nach einer Vorlage von Robert Thomas verbindet die kriminalistische Spannung eines wendungsreichen Plots mit dem komödiantischen Witz der acht so unterschiedlichen Frauen-Figuren. Seit der erfolgreichen Verfilmung im Jahr 2002 von François Ozon mit Frankreichs bekanntesten und berühmtesten Schauspielerinnen, die unter anderem mit dem Europäischen Filmpreis ausgezeichnet wurde, sind Musical-Einlagen ein wesentliches Element der außergewöhnlichen Handlung mit verblüffender Pointe. Ort des Geschehens ist eine abgelegene Villa in einem verschneiten Ort irgendwo im Frankreich der 1950er-Jahre. Das Flair eines mondänen Hauses setzt das TiC-Bühnenbild (Stefan Böhmer und Frank Fischer) stilvoll in Szene. Über die Weihnachtsfeiertage kehrt die ältere Tochter des Hauses, Suzanne (Nelly Haller), aus dem englischen Internat zurück. Zusammen mit ihrer Mutter Gaby, die sie vom Bahnhof abgeholt hat, wird sie von Großmutter Mamy (Barbara Güldenring), Tante Augustine (Sabine Henke) und der jüngeren Schwester Catherine (Lina Bonrath) sowie dem Hauspersonal, der Köchin Chanel (Beril Erogullari) und dem Dienstmädchen Louise (Róisín Micke), empfangen – lediglich Hausherr Marcel fehlt.

Acht Frauen – und eine muss die Mörderin sein…!

Als das Dienstmädchen ihm sein Frühstück aufs Zimmer bringt, macht sie eine grausame Entdeckung: Der Herr des Hauses liegt in seinem Zimmer – hinterrücks erstochen… Genauso tot ist das Telefon und auch das Auto verweigert seinen Dienst. Unerwartet taucht die Schwester des Opfers, Pierrette (Monika Owart), auf, die einen mysteriösen Anruf erhalten hatte. Schnell wird klar, dass nur eine der anwesenden Frauen als Mörderin in Frage kommt. Ein Motiv haben alle, ein Alibi dagegen keine. Jede der Frauen verbirgt etwas, alle verstricken sie sich immer mehr in ein Netz aus Lügen, Geheimnissen und Intrigen…